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Herausgeber und Deutscher Rabbinerrat Die Geschichte von Purim umfasst eine Reihe von Ereignissen, die sich in einem Zeitraum von 13 Jahren ereigneten. Erst zum Ende hin bemerkten die Juden, dass all die Ereignisse der vergangenen 13 Jahre in Wirklichkeit Teil eines G-ttlichen Plans waren. Sie bemerkten dann, wie G-tt das Wunder in die natürlichen Ereignisse am Palast des König Achaschwerosch eingefädelt hatte.
Purim ist die Anerkennung der im Alltag eingebetteten G-ttlichen Wunder.
Die Entwicklung jüdischen religiösen Lebens in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren ist ein Wunder unserer modernen Zeit. Wo eine schwindende jüdische Gemeinde die Richtung wechselt und zu einer wachsenden religiösen Gesellschaft wird, die danach strebt, jüdisches Leben in vollkommener Harmonie mit den Regeln der Halacha und der jüdischen Tradition zu etablieren.
Mit dieser Entwicklung vor Augen, hat der Deutsche Rabbinerrat mit der Herausgabe einer Publikationsreihe „Praktisches Judentum" begonnen, welche als praktisches Handbuch für das Ausüben des Judentums dienen soll.
Dieses Handbuch versucht die detaillierten Gesetze von Purim in verständlicher Form darzustellen, da diese einen Bezug zur heutigen Wirklichkeit in Deutschland haben. Details, die nur außerhalb Deutschland relevant sind, wie zum Beispiel das Feiern von Purim in befestigten Städten, wurden ausgelassen.
Wir hoffen, dass dieses Handbuch mit ebenso großem Enthusiasmus aufgenommen wird, wie die vorherige Ausgabe. DEuTScHER RABBinERRAT Mikra Megillah - Lesen der Megilla 9 Mischloach Manot - Geschenke Matanot LaEwjonim - Geschenke fÜr BedÜrftige Seudat Purim - Die Festmahlzeit Warum verkleiden wir uns an Purim? 22 Vor dem Purim-Feiertag, am 13. Adar, war es den Juden in Persien durch ein königliches Dekret gestattet, jeden von Hamans Verbündeten zu bekämpfen, der versuchte, ihnen zu schaden. Sie begleiteten ihre Kämpfe mit Gebeten und Fasten. in Erinnerung an ihr Fasten wird, jedes Jahr am 13. Adar gefastet.
1. Der Tag vor Purim heißt Taanit Ester - Fasttag Esters. Wenn Purim auf einen Sonntag fällt, wird der Fasttag auf den Donnerstag vorverlegt.
2. Der Fasttag beginnt bei Morgendämmerung und endet mit dem Beginn der nacht, aber man soll zuerst die Megilla hören und dann das Fasten brechen.
3. Wenn man vor Morgendämmerung aufsteht, darf man trotzdem nicht essen, es sei denn beim Schlafengehen hat man im Sinn gehabt vor dem Fastenbeginn aufzustehen und etwas zu essen.
4. Schwangere Frauen, stillende Mütter und Kranke, die sich vom Fasten schwach fühlen oder Schmerzen haben, brauchen nicht zu fasten.
5. Beim Morgengebet werden Selichot und Awinu Malkenu gesprochen. Auch wird ein Abschnitt aus der Tora gelesen.
6. Bei der Lesung aus der Tora werden folgende Verse von allen Anwesenden laut gesprochen: a. Schuw mecharon apecha wehinachem al hara'a le'amecha (Schemot 32,12).
b. Ado‘nai Ado‘nai E-l rachum wechanun erech
apa'jim weraw chesed we'emet Nozer chessed la'alafim nosse awon wafescha wechata'a wenake (Schemot 34,6-7).
c. Wessalachta la'awonenu ulchatotenu unchaltanu (Schemot 34,9).
7. nur Fastende dürfen zur Tora aufgerufen werden.
8. Beim Minchagebet wird aus der Tora gelesen. Es folgt die Haftara der Fasttage. in der Amida wird Anenu gesagt.
9. Derjenige, der nicht fastet, soll das Anenu in der Amida nicht erwähnen.
10. Hat man Anenu nicht gesagt, kann man es am Ende der Amida nach dem Abschnitt ‘Elokai nezor' vor dem zweiten ‘Jehi lerazon' nachholen. Hat man jedoch die Amida vollendet, braucht man es nicht zu wiederholen.
11. Wird der Fasttag auf den Donnerstag verschoben (siehe oben), so wird beim Minchagebet Tachanun und Awinu Malkeinu gesprochen, anderenfalls nicht.
12. Wenn Purim am Samstagabend anfängt, so wird „Zidkatcha" im Schabbat Minchagebet nicht gesagt.
Machazit haSchekel in der Tora (Exodus 30:11-16) wird uns geboten, daß jeder Jude ab dem 20. Lebensjahr einmal jährlich einen halben Schekel für den Tempel spendet, um die Kosten der öff entlichen Opfer zu decken. Die Talmud-Weisen legten fest, daß diese Spenden während des Monats Adar zu leisten seien, des Monats, in dem wir Purim feiern.
Als Erinnerung an die halben Schekel, die zum Tempel gebracht worden waren, spenden die Juden auch heute noch eine ähnliche Summe für einen besonderen wohltätigen Zweck. Da die Tora in diesem Zusammenhang die Worte "halber Schekel" drei Mal nennt, geben wir drei Münzen, die den oben genannten entsprechen.
1. Am Taanit Ester ist es üblich drei Münzen für wohltätige Zwecke zu spenden. Der Betrag jeder Münze sollte der Hälfte der Landeswährung gleichen. in Ländern wie Deutschland wären es drei 50-cent Münzen. Es gibt jedoch auch die Meinung, dass man Münzen verwenden soll, die ausdrücklich als halbe Währungseinheiten genannt werden, so z. B. drei „Halbdollar" –Münzen.
2. Der verbreitete Brauch ist es den Machazit Haschekel vor dem Minchagebet zu spenden. Manche haben den Brach es vor dem Lesen der Megilla zu geben.
3. Die Pfl icht von Machazit Haschekel fängt für Männer, mit dem Vollenden des zwanzigsten Lebensjahres an. Andere sind der Meinung, dass man schon mit dreizehn Jahren dazu verpfl ichtet ist. Manche haben den Brauch auch für die Ehefrau und die Kinder zu spenden. Hat man den Brauch angenommen für die Kinder zu spenden, so sollte man sich in den folgenden Jahren auch daran halten.
Purim ist ein freudiges Fest und kennzeichnet das jüdische Überleben. Es wird gefeiert durch das Lesen der Megillat Esther, Mischloach Manot, Matanot LaEwjonim, festlichen Mahlzeiten, ausgelassenem Verhalten und besonderen Gebeten.
1. Purim wird am 14. Adar gefeiert. in Jerusalem und anderen Städten, die zur Zeit der Eroberung von Jehoshua bin nun ummauert waren, feiert man es am 15. Adar (Schuschan Purim) Heutzutage sind es nur einige Städte in israel und Schuschan selbst, wo man am 15. Adar feiert).
2. Am Purim soll keine Arbeit verrichtet werden, die nicht für Purim notwendig ist. Deshalb sollte man für den Feiertag einen urlaubstag nehmen. unsere Weisen sagen, dass die Arbeit am Purim keinen Segen trägt.
1. Es ist üblich zu Purim festliche Kleidung zu tragen, wie am Schabbat und Jomtow. Auch ist es ein schöner Brauch für die Kinder sich zu verkleiden.
2. Wenn Purim auf einen Sonntag fällt und somit schon am Samstagabend anfängt, muss man bis zum Schabbatende (Einbruch der Dunkelheit) warten, um mit den Vorbereitungen für Purim anzufangen.
3. Es ist verboten die Megilla, am Schabbat, zur Synagoge zu bringen.
Mikra Megillah - Lesen der Megilla 1. Sowohl Männer als auch Frauen sind aufgefordert, der Lesung der Megilla zwei Mal zu zuhören - am Vorabend des 14. Adar und am darauff olgenden Purim-Tag.
2. Auch Kinder ab sechs Jahren sollte man dazu erziehen, diese Pfl icht zu erfüllen. Kinder unter sechs Jahren sollten der Lesung der Megilla auch beiwohnen. Man sollte aufpassen, dass die Kinder still sind damit die anderen den Vorleser deutlich hören können.
3. Am Abend von Purim wird die Megilla nach Anbruch der nacht gelesen.
4. Falls es einem schwer fällt das Fasten bis zum Ende der Lesung aufrecht zu erhalten, darf man zwar bei Anbruch der Dunkelheit jedoch vor der Lesung der Megilla etwas trinken oder wenn nötig auch essen. Allerdings sollte es kein Brot sein.
5. Angefangen von einer halben Stunde vor Anbruch der Dunkelheit bis nach dem Lesen der Megila, darf man weder essen noch schlafen.
6. Am Morgen von Purim sollte man kein Essen zu sich nehmen, ehe man die Megilla gehört hat. Falls es einem schwer fällt nicht zu essen, darf man essen, jedoch kein Brot.
7. Die Lesung der Megilla sollte direkt von einem Vorleser gehört werden. Dies schließt die Benutzung modernen Technologien wie ein Mikrofon, ein Telefon oder eine internetübertragung aus.
8. Es ist besser der Lesung in einer Synagoge beizuwohnen, wo es viele Menschen gibt oder zumindest im Beisein von einem Minjan. Falls dies nicht möglich ist kann die Megilla auch im Privaten gelesen werden.
9. idealerweise wird die Megilla als Teil des Abendgebetes und Morgensgebets nach der Amida vorgelesen.
10. Die Megilla wird aus einer handgeschriebenen Rolle vorgelesen. Die Zuhörer allerdings dürfen sowohl Rollen als auch Bücher zum nachverfolgen benutzen.
11. Vor die Lesung rollt man die Rolle auseinander und faltet das Pergament mindestens zwei Mal. Der Vorleser sagt vor der Lesung drei Segenssprüche, Die Anwesenden antworten auf jeden dieser Segenssprüche mit Amen.
12. Falls der Vorleser die Megilla schon vorher gehört hat und die Megilla nun für andere Anwesende vorlesen soll, werden die Segenssprüche von einem Mann, der die Megilla noch nicht gehört hat, gesagt. Falls alle Anwesenden nur Frauen sind, darf eine von ihnen die Segenssprüche sprechen.
13. Die Segenssprüche sollten stehend gehört und beantwortet werden. Während der Vorlesung jedoch darf jeder außer dem Vorleser sitzen.
14. Während der Lesung tagsüber, sollte man beim Segensspruch von Schehechijanu - in dem wir G-tt für „Leben, unterstützung und das Erreichen dieses Ereignisses" danken - daran denken, dass dieser Segensspruch auch für die anderen Mizwot des Tages gelten soll, Diese sind: Mischloach Manot, Matanot L'eyonim und die Purimmahlzeit. Andere hingegen haben den Brauch tagsüber kein Schehechijanu zu sprechen.
15. Ab dem ersten und bis zum abschließenden Segensspruch nach der Vorlesung darf nicht gesprochen werden.
16. um die Mizwa zu erfüllen ist es eminent wichtig jedes einzelne Wort der Megilla zu hören, Deswegen sollte jeder der Lesung mit eigenem hebräischen oder transliteriertem Text folgen. Man sollte während der Vorlesung nicht die Übersetzung lesen, denn dies kann von dem Zuhören ablenken. 17. ins besonders sollte geachtet werden, beim Erwähnung der namen Haman, das man der ganze aussprechen der namens Haman vom Vorleser hört, trotz die übliche Geräusche die damals gemacht werden.
18. Man soll die Megilla in ihrer ursprünglichen Reihenfolge hören. Falls man einige Worte nicht gehört hat, und diese nun am Ende der Lesung vorgelesen bekommen hat, hat man die Mizwa also trotzdem nicht erfüllt.
19. Falls man ein Wort nicht gehört hat, sollte man dieses und darauff olgende Worte selber leise lesen bis man wieder synchron mit dem Vorleser ist. [Beim Lesen soll darauf geachtet werden, dass man die Worte hörbar ausspricht] Daraufhin sollte man aber wieder dem Vorleser zuhören. Es sollte sichergestellt sein, dass man auch wirklich jedes Wort in der richtigen Reihenfolge gehört hat, d.h. vom Vorleser gehörte Worte sollten direkt an die Worte anschließen, die man selber gesagt hat. Anderenfalls würde die Ordnung verloren gehen und man hätte die Mizwa nicht erfüllt. 20. Worte, die nicht gehört wurden, sollten nach Möglichkeit aus einer koscheren Megila gelesen werden. Es muss darauf geachtet werden, die Worte korrekt auszusprechen. 21. Wenn man die Worte, die nicht gehört wurden, aus einer nicht koscheren Megilla liest, muss man darauf achten nur wenige Stellen zu lesen. Wenn man (als Zuhörer) die halbe Megilla, aus einer nicht koscheren Megilla nachholt, hat man die Mizwa nicht erfüllt.
22. Viele folgen dem Brauch, jedes Mal wenn der name Hamans erwähnt wird, Lärm zu machen oder "Ratschen" (lärmendes Spielzeug) zu wirbeln. Dabei ist zu achten die lärm nur nach der kompletten aussprechen der namen Hamans zu machen.
23. Der Brauch von chabad, sowie die russisch-litauische Tradition ist es Lärm zu machen, nur wenn der name Haman in Verbindung mit einem Adjektiv erwähnt wird. So z.B. wie bei Hamans, des Agagiten „Haman, der Judenhasser" oder „Haman, den Sohn des Hammedatha ".
24. Vier Mal während der Vorlesung der Megilla macht der Vorleser eine Pause und gibt den Anwesenden die Möglichkeit „die vier Verse der Erlösung" zu rezitieren. Diese sind: a. Isch jehudi haja beschuschan habira u'schemo modrechai ben jair ben schim'i ben kisch isch jemini - Es gab einen jüdischen Mann in Schuschan, der Hauptstadt, und sein Name war Mordechai, der Sohn des Ja'ir, Sohn des Schim'i, Sohn des Kisch, ein Benjaminite, (2:5)b. U'Mordechei jaza milifne hamelech bilwusch malchut techelet wa'chur wa'ateret sahaw gedola wetachrich buz we'argaman weha'ir schuschan zahala wessamecha - Und Mordechai ging fort vom König im königlichen Gewand – blau und weiß – und einer großen goldenen Krone und einem Umhang aus Leinen und Purpur und die Stadt Schuschan jauchzte und war fröhlich. (8:15)c. Lajehudim hajta ora wessimcha wessasson wikar - Bei den Juden war Licht und Freude und Fröhlichkeit und Ehre. (8:16)d. Ki Mordechei hajehudi mischne lamelech achaschwerosch wegadol lajehudim werazu lerow echaw doresch tow le'ami wedower schalom lechol saro. - Denn Mordechai, der Jude, war der Stellvertreter des Königs Achaschwerorsch und eine Größe unter den Juden und beliebt bei der Mehrheit seiner Brüder, das Gute suchend für sein Volk und Frieden suchend für seine ganze 25. nachdem die Anwesenden jeden Vers gelesen haben wird dieser von dem Vorleser wiederholt.
26. Der Vorleser pausiert auch vor der Erwähnung der namen der Söhne von Haman (9:6 - 10). Auch hier sprechen zuerst die Anwesenden die namen aus. Anschließend werden die namen auch vom Vorleser laut vorgelesen. Die namen sollten alle in einem Atemzug vorgelesen werden.
27. Diejenigen die aus einer koscheren Megilla lesen, schütteln diese leicht bei den Worten „igeret haPurim-Dieser Brief" (9, 26) und „igeret haPurim hasot haSchenit-Dieser zweite Purim Brief" (9, 29).
28. in einem Minjan sagt der Vorleser nach der Lesung den abschließenden Segensspruch. Daraufhin rezitiert jeder Anwesende das „Schoschanas Jaakov". Am Abend, folgen viele dem Brauch, zunächst das „Ascher Heni" und danach „Schoschanas Jaakov" zu sprechen.
29. Einige rollen die Megilla nach „Schoschanas Jaakov" zusammen, andere vor dem abschließenden Segensspruch.
30. Falls die Lesung der Megila als Teil des Abendgebetes stattfi ndet, fährt man fort mit „We'ata Kadosch" und „Aleinu". Am Samstagabend wird hingegen zunächst „Wihi no'am" gelesen, danach folgen „We'ata Kadosch" und „Aleinu".
Mischloach Manot - Geschenke Purim ist ein Fest der Einheit und Freundschaft, durch die es gelungen war, das Wunder geschehen zu lassen. Dieser Einheit und Freundschaft wird gedacht, indem man Freunden und Angehörigen Speisen zum Geschenk macht 1. Man gibt ein Geschenk, das mindestens aus zwei unterschiedlichen Lebensmitteln besteht. Diese Produkte sollen zum sofortigen Verzehr geeignet sein.
2. Diese Lebensmittel sollen die Größe einer gewöhnlichen Portion sein.
3. Die Mischloach Manot Geschenke sollen an mindestens eine Person verschenkt werden. Es ist jedoch besser die Mischloach Manot an mehrere Freunde und Bekannte zu verschenken.
4. Man sollte mit der Übergabe von Mischloach Manot am besten einen Dritten beauftragen. 5. Die Mizwa von Mischloach Manot obliegt jeder Person einzeln. Eine Erfüllung als Familie ist nicht möglich. Falls also ein Ehepartner die Mizwa erfüllt hat, bedeutet es nicht, dass die Mizwa auch für den anderen erfüllt ist. 6. Männer sollen an Männer verschenken, Frauen an Frauen. 7. Auch Kinder sollten Mischloach Manot verschenken.
8. Erwachsene und Jugendliche nach Bar- bzw. Bat-Mitzwa erfüllen nicht die Mizwa wenn sie Mischloach Manot an Kinder verschenken.
9. Man schickt keine Mischloach Manot an Trauernde, aber an ihre Ehepartner darf man verschenken. 10. Die Mizwa von Mischloach Manot wird nur tagsüber erfüllt.
Matanot LaEwjonim - Geschenke fÜr BedÜrftige um das Herz von Bedürftigen zu erfreuen sollte man dafür mehr Geld aufwenden als für alle anderen Purim-Aktivitäten. (Maimonides) 1. Man gibt mindestens zwei bedürftigen Menschen Geldgeschenke zu Purim. 2. Das Geldgeschenk soll mehr als 2 cent wert sein (der Preis für 0.025 gr. Silber). Es ist jedoch besser mindestens eine Summe zu schenken, mit welcher man sich eine Portion Essen kaufen kann (ca. 40 cent). 3. Am Purim soll allen Bedürftigen großzügig Zedaka gegeben werden. 4. Wenn man keine Bedürftigen fi ndet, sollte man das Geld aufbewahren und nach Purim den Bedürftigen zukommen lassen. 5. Die Vergabe der Matanot LaEwjonim-Geschenke sollte am Purim tagsüber stattfi nden. Bestenfalls sollte es nach der Lesung der Megilla getan werden. 6. Man soll dafür Geld nehmen, das vorher nicht für einen anderen wohltätigen Zweck bestimmt wurde. 7. Geld, das als „Matanot LaEwjonim" bestimmt wurde, sollte keinem anderen wohltätigen Zweck dienen. 8. Wie alle Mizwot von Purim sollte man auch diese Mizwa den Kindern schon früh beibringen.
Seudat Purim - Die Festmahlzeit Am Purim setzt man sich mit Familie und Freunden zu einem überschwänglichen Festmahl im Andenken an den Purim-Sieg über die Feinde des jüdischen Volkes, an diesem Tag ist es eine Mizwa, zu „trinken, bis man nicht mehr unterscheiden kann zwischen, Verfl ucht sei Haman‘ und, Gesegnet sei Mordechai‘" (Talmud). Die Freude des Purimfestes soll uns helfen, die üblichen Beschränkungen und Grenzen zu überwinden und auf einer höheren spirituellen Ebene zu feiern.
1. Es ist eine Mizwa an Purim eine festliche Mahlzeit abzuhalten. Üblich ist diese Mahlzeit am nachmittag nach dem Minchagebet zu veranstalten, außer Purim fällt auf einen Freitag, dann müsste die Mahlzeit schon am Vormittag stattfi nden. 2. Es ist Brauch zur Mahlzeit die Familie und die Freunde einzuladen und sich am Geist des Purimfestes zu erfreuen.
3. Es ist üblich den Tisch mit einer Tischdecke zu decken und es sollen Kerzen auf dem Tisch stehen. Diese Kerzen sollen ohne Segenspruch angezündet werden.
4. Die Mahlzeit fängt mit dem Essen von Brot oder challa an. 5. Man sollte auch Wein oder andere alkoholische Getränke am Purim zu sich nehmen.
6. Es ist üblich puren Samen, pures Mohn oder mohngefüllte Hamantaschen zu essen.
7. Es ist üblich "Kreplach" – eine Teigtasche in Form eines Dreiecks mit einer Füllung aus Fleisch zu essen.
8. Am Vorabend von Purim soll man eine kleinere Mahlzeit veranstalten. Damit wäre die Pfl icht der Festmahlzeit jedoch nicht erfüllt.
9. Man isst Brot zu dieser Mahlzeit, und es wird etwas mehr gegessen als sonst. Auch da soll eine Tischdecke den Tisch bedecken und Kerzen den Tisch schmücken. Auch hier soll kein Segensspruch beim Anzünden gesagt werden. 1. An Purim wird das gewöhnliche Gebet für Wochentage gesagt, allerdings mit einigen Änderungen:2. Bei der Amida (dem stillen Gebet), wird die Liturgie WeAl Hanissim eingeschaltet.
3. Kein Tachanun wird gesprochen.
4. Beim Morgengebet wird in der Synagoge ein Abschnitt aus der Tora gelesen.
5. Am Abend- und Morgengebet, wird die Megilla gelesen.
6. Am Abend wird ‚We'ata Kadosch‘ nach der Megilla gesagt.
7. Beim Tisch Gebet (Birkat Hamason), wird der Abschnitt WeAl Hanissim eingefügt.
8. Auch wenn die Purim Festmahlzeit sich bis spät in die nacht verlängert, wird WeAl Hanissim in Birkat Hamazon eingefügt. Hat man jedoch schon mittendrin das Abendgebet, Ma'ariw, gebetet wird WeAl Hanissim ausgelassen.
9. Hat man WeAl Hanissim in der Amida oder bei Birkat Hamason vergessen braucht man nicht zu wiederholen. Falls man sich jedoch vor dem Ende des Segensspruchs, in dem WeAl Hanissim gesagt werden soll, erinnert hat soll man den Segensspruch mit WeAl Hanissim wiederholen.
10. Beim Tischgebet (Birkat Hamason) kann WeAl Hanissim auch nach dem Abschnitt ‘Mimarom' (Bamarom) hinzugefügt werden, allerdings mit der Einleitung: Harachaman hu yasse lanu nissim kmo sche‘assa la'awotenu ba‘jamim hahem bisman hase, Bime Mordechai.
1. Am Schuschan Purim (der Tag nach Purim) wird kein Tachanun gesagt.
2. Schuschan Purim sollte auch mit etwas festlichem Essen gefeiert werden.
Warum verkleiden wir Basierend auf den Lehren des Lubawitscher Rebbe Warum verkleiden wir uns an Purim? Weil an Purim nichts so ist, wie es zu sein scheint. Dass die Königin Waschti in ungnade fi el – war das einfach etwas, was eben passiert, wenn ein ausschweifender persischer Herrscher betrunken ist? Dass Mordechai hörte, wie ein Komplott geschmiedet wurde, den König zu ermorden – war das blosser Zufall? Wählte Achaschwerosch Esther als seine Königin aus, weil es sich gerade so ergab, dass sie die schönste Frau in seinem Reich war?War es einfach Pech, dass Haman genau in dem Moment zum König ging, als dieser sich vorlesen liess, wie Mordechai (durch die Aufdeckung des Mordkomplotts) ihm das Leben gerettet hatte? Lag es am charme von Esther und an der Frivolität von Achachwerosch, dass der König plötzlich seinen Lieblingsminister an den Galgen hängen liess?Das Purim-Fest wurde eingeführt, weil das jüdische Volk damals verstand, dass all diese Ereignisse von G-tt selbst veranlasst wurden, um Sein Volk zu retten. Er versteckte sich nur hinter einer Seifenoper im persischen Palast.
Als G-tt an Pessach die Kinder israels aus Ägypten herausführte, war die ganze umgebung – von Gize bis Gaza, von Memphis bis Mesopotamien – von den Wundern beeindruckt, die Er für sie bewirkt hatte.
Als an chanukka das Öl aus einem kleinen Krüglein acht Tage lang brannte, sah auch der skeptischste Hellenist, dass das ein Akt G-ttes war.
Purim (was „Lose" bedeutet) ist insofern einzigartig, als die wundersamste aller Rettungen in das Gewand von „natur", Glück und Zufall gehüllt war. G-tt war und blieb verborgen, und Sein name erscheint der ganzen Megilla (Esther-Rolle) kein einziges Mal.
Purim ist eine Maskerade. Das Buch Esther (was auch „ich werde verbergen" bedeuten kann) ist zusammengerollt. Sogar die Füllung von Mohn (oder ist es Pfl aumenmus?) schaut kaum aus dem Teig der Hamantaschen geraus, um gar nicht von der ganz verborgenen Fleischfüllung in den Kreplach zu reden.
Es ist kein Paradox, dass Purim auch das freudigste Fest im jüdischen Kalender ist. Es ist schön, Wunder zu feiern – aber wie oft passiert einem schon ein Wunder? Viel erhebender ist die Einsicht, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint, dass G-tt alle Fäden in der Hand hat, selbst wenn es so aussieht, als würden die Dinge „einfach so passieren".

Source: http://www.shiftmedia.co.il/files/311/Purim%20Booklet%20de.pdf

Effects of losartan vs candesartan in reducing cardiovascular events in the primary treatment of hypertension

Journal of Human Hypertension (2010) 24, 263–273 & 2010 Macmillan Publishers Limited All rights reserved 0950-9240/10 $32.00 Effects of losartan vs candesartan inreducing cardiovascular events in theprimary treatment of hypertension SE Kjeldsen1, J Sta˚lhammar2, P Hasvold3, J Bodegard3, U Olsson4 and D Russell51Department of Cardiology, Oslo University Hospital, Ulleva˚l, Oslo, Norway; 2Department of Public Healthand Caring Sciences, Uppsala University, Uppsala, Sweden; 3Medical Department, AstraZeneca AS, Oslo,Norway; 4Statisticon AB, Uppsala, Sweden and 5Department of Neurology, Oslo University Hospital,Rikshospitalet, Oslo, Norway

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